Wenn die Regierung nicht mehr parteilich ist für das eigene Land, für die eigenen Menschen, wenn kein Unterschied mehr gemacht wird zwischen den eigenen Leuten und Fremden, so ist das ein Land das aufgehört hat ein Land zu sein.

So wenig dann noch zwischen dem Eigenen und dem Fremden unterschieden wird, so wenig wird zwischen Dir und den anderen unterschieden. Die Wegrationalisierung der Subjektivität mündet unweigerlich in der Wegrationalisierung des Subjektes!

Wie kann man da noch erwarten, dass jene deren Steuern das alles bezahlen, wie kann man da noch erwarten, dass die, deren Arbeit das alles ermöglicht, noch bereit sind für dieses Land einzutreten, für dieses Land zu arbeiten und zu zahlen.

Parteilichkeit für die eigenen Kinder, die eigene Familie, die eigene Sippe, die eigene Rasse, die eigene Sprache, die eigene Kultur, die eigene Nation, ist nicht nur die Basis für faktische Vielfalt, es ist auch weder Rassismus noch irgendeine Form der Abwertung anderer oder von Extremismus. Es ist schlicht menschlich, es ist schlicht der Versuch des Menschen das Bewusstsein um sich selber aufrechtzuerhalten.

Dieses Ich-Bewusstsein ist das Bewusstsein um das eigene Verschiedensein zu dem was man nicht ist und Verbundensein zu dem was man ist.

Ein System das dem Menschen sein Verschiedenseinsbewusstsein zerstören will, tut dies nicht aus irgendwelchen vorgegaukelten Gründen irgendeiner Moral sondern einzig aus Gründen des Machterhaltes und der Machtvergrößerung!

Desto mehr Menschen unter einem System subsumiert sind, desto grösser wird die Macht des Systems, desto grösser wird die Macht der Amtsinhaber.

Das System beansprucht nicht nur das Gewaltmonopol, es beansprucht auch das Entscheidungsmonopol.

Das System und seine Schergen beanspruchen genau das Ich-Bewussstsein, das sie ihren Untertanen verwehren. Sie sprechen von ihrer Demokratie, weil sie die Identität des Einzelnen längst kollektivert haben. Die Demokratie aber, die nicht ihr Objekt ist sondern autonomes Subjekt, diese Demokratie ist ihr größter Feind.

Das System interessiert sich nicht für die Ansprüche der Einzelnen auf Intimität, Identität, Parteilichkeit und Verschiedenseinsbewusstsein. Das System zwingt sie alle zur anonymen Masse zusammen, bar aller Kultivierung des Ichs. Das System ist maximal intolerant und hoch aggressiv, wenn es um seinen Machterhalt geht.

Der Einzelne in der anonymen Masse wird zur machtlos isolierten Einzelgrösse reduziert und verstümmelt, zum Objekt, zum Werkzeug der herrschenden Klasse des Systems.

Der isolierte Einzelne ist nicht nur bar aller Nächsten, er ist auch bar seines Ichs und somit seiner Potentiale zum Denken und zum Entscheiden.

Er will, dass über ihn entschieden wird und er in der empfundenen Monade mit seinem unreflektierten Wohlempfinden verbleiben kann.